Profil

Ursula Staudinger

Ursula M. Staudinger ist eine international führende und interdisziplinär ausgerichtete Psychologin und Alternsforscherin. Ihr Forschungsinteresse gilt der Veränderbarkeit des Alternsprozesses und dessen Folgen für den demografischen Wandel. Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft des langen Lebens erforscht Ursula M. Staudinger die Potenziale des Alterns und untersucht dabei das Zusammenspiel von Produktivität und Altern sowie die Entwicklung von Lebenseinsicht, Lebensgestaltung und Weisheit über die Lebensspanne.

Ursula M. Staudinger ist Professorin für soziomedizinische Wissenschaften und Professorin für Psychologie am Robert N. Butler Columbia Aging Center der Columbia University in New York. Zwischen 2013 und 2017 war sie die Gründungsdirektorin des Robert N. Butler Columbia Aging Centers und Präsidentin des dazugehörigen International Longevity Center USA (ILC-USA). Vor ihrem Wechsel in die USA, war sie Vizepräsidentin der Jacobs University Bremen und Gründungsdekanin des Jacobs Center on Lifelong Learning and Institutional Development (JCLL).

Weitere berufliche Stationen umfassten u.a. das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und die TU Dresden. Ursula M. Staudinger hat Psychologie an der Universität Erlangen und an der Clark University, Massachusetts (USA), studiert. Sie promovierte 1988 zum Dr. phil. und habilitierte 1997 an der Freien Universität Berlin.

Seit 2012 ist Ursula M. Staudinger Kuratoriumsvorsitzende des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und berät die Deutsche Bundesregierung in Alternsfragen. Sie ist seit 2014 Mitglied der Academia Europaea und seit 2002 Mitglied der Leopoldina, als deren Vizepräsidentin und Foreign Secretary sie von 2007 bis 2017 fungierte. Für ihre herausragenden Forschungsleistungen wurde sie mit dem „Braunschweiger Forschungspreis 2014“ und der „Seneca-Medaille 2017“ ausgezeichnet.

„Wir gewinnen mit den Jahren an Wissen und Erfahrung hinzu. Das erlaubt uns Defizite in der Schnelligkeit des Denkens unter normalen Bedingungen auszugleichen.“